Leandro Riva

Wer ist Leandro Riva?

Ich bin ein argentinischer Gitarrist, der in Rosario geboren wurde, einer Großstadt gelegen am Ufer des Flusses Paraná mit einem sehr regen kulturellen Leben…“

Dieser junge Musiker bewegt und streichelt die Seele. Sein Publikum bleibt nach dem Konzert gefangen und fasziniert zurück.

Warum spielen Sie überhaupt Gitarre?

„…ich hörte die ersten Gitarrenklänge in sehr jungem Alter, da meine Mutter damals Gitarre spielte. Ich war fasziniert von den Klängen des Instruments und wollte es auch lernen. Noch heute erinnere ich mich genau an die Stücke, die sie damals spielte…“

Über welche Art von Musik reden wir da genau?

Die Musik, die bei uns gehört wurde, war vor allem Foklore-Musik. Später, im Alter von sieben Jahren, begann ich dann selbst mit dem Gitarrenunterricht bei meinem Lehrer Leonardo Bravo, und ich kam dadurch in Berürung mit anderen Musikstilen. Er hat mich über sehr viele Jahre musikalisch geprägt und beeinflusst.“

Wie kam überhaupt die Idee auf Musiker zu werden?

„… mit zwölf Jahren habe ich nach einem Schüler-Konzert beschlossen, dass ich Gitarrist werden wollte, dass dies meine Berufung sei… ich erinnere mich noch heute ganz genau an diesen Moment und an die Stücke, die ich auf dem Konzert gespielt habe… Danach habe ich einige Wettbewerbe in Argentinien gewonnen und entschloss mich, das Musikstudium an der Universität in Rosario aufzunehmen. Ab diesem Moment war für mich ganz klar, dass ich Musiker werden würde.

 

Ihr Repertoire umfasst sowohl die europäische Gitarrenmusik als auch die Folklore-Musik Südamerikas bis hin zum Tango argentino.

Welche Rolle spielt die Gitarre in Ihrem Land?

In Argentinien, so wie in ganz Lateinamerika, ist die Gitarre allgegenwärtig. Die Folklore-Musik nimmt im kulturellen Leben einen sehr wichtigen Platz ein und die Gitarre ist daraus nicht wegzudenken. Im Tango spielt die Gitarre seit seiner Entstehung auch eine tragende Rolle. Deshalb glaube ich, dass die Beziehung des Gitarristen zu seinem Instrument bei uns eine andere ist als in Europa, denn die Gitarre ist fast wie ein Familienmitglied, sie ist seit jeher fest verwurzelt im alltäglichem kulturellen Leben.“

 

Warum leben Sie denn jetzt in Deutschland?

Seit meiner Jugend war es schon immer mein Wunsch, die europäische Musikwelt auch mal direkt von innen heraus zu erleben. Deshalb habe ich mich nach einer Europa-Tournée mit dem Escolaso Tango Trío im Jahre 2005 entschieden, meine Musikkarriere in Deutschland fortzuführen, da es ein Land mit einer starken Musiktradition ist, das mich schon immer sehr angezogen hat. Meine beruflichen Ziele haben sich im besonderen Maße durch diesen Abstand zu meinem Heimatland und die künstlerische Freiheit, die ich dadurch hatte, herauskristallisiert und mir ermöglicht, meine musikalischen und persönlichen Fähigkeiten auf eine ganz eigene Art zu entwickeln und zu verfeinern.

 

Welches ist Ihr persönliches Ziel?

„Mein Ziel als Musiker ist es, die Menschen zu inspirieren und zu sensibilisieren, indem ich ihnen ein intensives Musikerlebnis präsentiere. Als Lehrer versuche ich die Stärken meiner Schüler zu entdecken, zu vervielfältigen damit sie bessere Musiker werden.“

 

Quelle:http://www.leandroriva.com/